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Varnhagen von Ense, Karl August: Denkwürdigkeiten und vermischte Schriften. Bd. 1. Mannheim, 1837.

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nung nicht ohne Freude, und drückte seinen Dank in
einem Schreiben an den König nach einer besonderen
Weise gebührend aus. Eben so eigenthümlich ist das
Schreiben abgefaßt, durch welches er bei seinem Lan¬
desherrn, dem Könige von Preußen, die Erlaubniß nach¬
sucht, den fremden Orden annehmen und tragen zu
dürfen. So wußte der in seiner Art wohlgegründete
Mann bei dargebotener Gelegenheit bis an den Stufen
des Thrones die eigenste Denk- und Empfindungs¬
weise nicht weniger schicklich als freimüthig darzulegen.


nung nicht ohne Freude, und druͤckte ſeinen Dank in
einem Schreiben an den Koͤnig nach einer beſonderen
Weiſe gebuͤhrend aus. Eben ſo eigenthuͤmlich iſt das
Schreiben abgefaßt, durch welches er bei ſeinem Lan¬
desherrn, dem Koͤnige von Preußen, die Erlaubniß nach¬
ſucht, den fremden Orden annehmen und tragen zu
duͤrfen. So wußte der in ſeiner Art wohlgegruͤndete
Mann bei dargebotener Gelegenheit bis an den Stufen
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[303/0317] nung nicht ohne Freude, und druͤckte ſeinen Dank in einem Schreiben an den Koͤnig nach einer beſonderen Weiſe gebuͤhrend aus. Eben ſo eigenthuͤmlich iſt das Schreiben abgefaßt, durch welches er bei ſeinem Lan¬ desherrn, dem Koͤnige von Preußen, die Erlaubniß nach¬ ſucht, den fremden Orden annehmen und tragen zu duͤrfen. So wußte der in ſeiner Art wohlgegruͤndete Mann bei dargebotener Gelegenheit bis an den Stufen des Thrones die eigenſte Denk- und Empfindungs¬ weiſe nicht weniger ſchicklich als freimuͤthig darzulegen.

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Zitationshilfe: Varnhagen von Ense, Karl August: Denkwürdigkeiten und vermischte Schriften. Bd. 1. Mannheim, 1837, S. 303. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/varnhagen_denkwuerdigkeiten01_1837/317>, abgerufen am 12.08.2022.