Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Zesen, Philip von: Neues Buß- und Gebätt-buch. Schaffhausen, 1660.

Bild:
<< vorherige Seite
Morgen-gebätt einer tochter

Sprichw. Sal. 24. 24. Durch ordentliches haushalten werden die kam-
mern voll aller köstlicher leiblicher reichthu mmer.

Spr. Sat. 27. 23/24/25/26/27.

Sir. 4. 35. Sej nicht ein Lön in deinem hause/ und nicht ein wükerich
gegen dein gesinde.

7.22/23. Einen treuen knecht und fleissigen arbeiter halte nicht übel. Ei-
nen frommen knecht habe lieb/ und hindere ihn nicht/ wo er frei wer-
den kan.

Koloss. 3. 26. Jhr Herren/ was recht und gleich ist/ das beweiset den
knechten/ und wisset/ daß ihr auch einen Herrn im Himmel habet.



Absonderliches Morgen-gebätt
Einer Tochter/ die Vater-
los ist.

HErr ewiger/ grund-güti-
ger Gott/ du Vater unserer aller: du
hast zwahr den stab unsers hauses zerbrochen/
und uns ein hartes erzeiget/ in dem du densel-
ben/ der mich nach deinem willen gezeuget/
durch den zeitlichen tod von hinnen gefordert:
aber du hast uns dannoch nicht wäisen gelassen/
du hast dich unserer erbarmet/ alß ein Vater
über seine Kinder/ und uns durch deine güte
getröstet/ mit deiner gnade erfüllet/ mit deinem
segen erkwiket. Darumm danke ich dir billich/
darumm lobe ich deine Väterliche barmherzig-
keit: ja absonderlich danke ich dir an disem frö-
lichen morgen/ daß du mich dise für über gewi-
chene nacht sanffte ruhen/ süsse schlaffen/ und
gesund wider erwachen lassen. Auch bitte ich

dich/
Morgen-gebätt einer tochter

Sprichw. Sal. 24. 24. Durch ordentliches haushalten werden die kam-
mern voll aller köſtlicher leiblicher reichthu m̃er.

Spr. Sat. 27. 23/24/25/26/27.

Sir. 4. 35. Sej nicht ein Lön in deinem hauſe/ und nicht ein wükerich
gegen dein geſinde.

7.22/23. Einen treuen knecht und fleiſſigen arbeiter halte nicht übel. Ei-
nen from̃en knecht habe lieb/ und hindere ihn nicht/ wo er frei wer-
den kan.

Koloſſ. 3. 26. Jhr Herꝛen/ was recht und gleich iſt/ das beweiſet den
knechten/ und wiſſet/ daß ihr auch einen Herꝛn im Himmel habet.



Abſonderliches Morgen-gebätt
Einer Tochter/ die Vater-
los iſt.

HErꝛ ewiger/ grund-guͤti-
ger Gott/ du Vater unſerer aller: du
haſt zwahr den ſtab unſers hauſes zerbrochen/
und uns ein hartes erzeiget/ in dem du denſel-
ben/ der mich nach deinem willen gezeuget/
durch den zeitlichen tod von hinnen gefordert:
aber du haſt uns dañoch nicht wäiſen gelaſſen/
du haſt dich unſerer erbarmet/ alß ein Vater
über ſeine Kinder/ und uns durch deine guͤte
getröſtet/ mit deiner gnade erfuͤllet/ mit deinem
ſegen erkwiket. Darum̃ danke ich dir billich/
darum̃ lobe ich deine Väterliche barmherzig-
keit: ja abſonderlich danke ich dir an diſem frö-
lichen morgen/ daß du mich diſe für über gewi-
chene nacht ſanffte ruhen/ ſüſſe ſchlaffen/ und
geſund wider erwachen laſſen. Auch bitte ich

dich/
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <pb facs="#f0175" n="162"/>
          <fw place="top" type="header">Morgen-gebätt einer tochter</fw><lb/>
          <p>Sprichw. Sal. 24. 24. Durch ordentliches haushalten werden die kam-<lb/>
mern voll aller kö&#x017F;tlicher leiblicher reichthu m&#x0303;er.</p><lb/>
          <p>Spr. Sat. 27. 23/24/25/26/27.</p><lb/>
          <p>Sir. 4. 35. Sej nicht ein Lön in deinem hau&#x017F;e/ und nicht ein wükerich<lb/>
gegen dein ge&#x017F;inde.</p><lb/>
          <p>7.22/23. Einen treuen knecht und flei&#x017F;&#x017F;igen arbeiter halte nicht übel. Ei-<lb/>
nen from&#x0303;en knecht habe lieb/ und hindere ihn nicht/ wo er frei wer-<lb/>
den kan.</p><lb/>
          <p>Kolo&#x017F;&#x017F;. 3. 26. Jhr Her&#xA75B;en/ was recht und gleich i&#x017F;t/ das bewei&#x017F;et den<lb/>
knechten/ und wi&#x017F;&#x017F;et/ daß ihr auch einen Her&#xA75B;n im Himmel habet.</p>
        </div><lb/>
        <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
        <div n="2">
          <head>Ab&#x017F;onderliches Morgen-gebätt<lb/>
Einer Tochter/ die Vater-<lb/>
los i&#x017F;t.</head><lb/>
          <p><hi rendition="#in">H</hi>Er&#xA75B; ewiger/ grund-gu&#x0364;ti-<lb/>
ger Gott/ du Vater un&#x017F;erer aller: du<lb/>
ha&#x017F;t zwahr den &#x017F;tab un&#x017F;ers hau&#x017F;es zerbrochen/<lb/>
und uns ein hartes erzeiget/ in dem du den&#x017F;el-<lb/>
ben/ der mich nach deinem willen gezeuget/<lb/>
durch den zeitlichen tod von hinnen gefordert:<lb/>
aber du ha&#x017F;t uns dan&#x0303;och nicht wäi&#x017F;en gela&#x017F;&#x017F;en/<lb/>
du ha&#x017F;t dich un&#x017F;erer erbarmet/ alß ein Vater<lb/>
über &#x017F;eine Kinder/ und uns durch deine gu&#x0364;te<lb/>
getrö&#x017F;tet/ mit deiner gnade erfu&#x0364;llet/ mit deinem<lb/>
&#x017F;egen erkwiket. Darum&#x0303; danke ich dir billich/<lb/>
darum&#x0303; lobe ich deine Väterliche barmherzig-<lb/>
keit: ja ab&#x017F;onderlich danke ich dir an di&#x017F;em frö-<lb/>
lichen morgen/ daß du mich di&#x017F;e für über gewi-<lb/>
chene nacht &#x017F;anffte ruhen/ &#x017F;ü&#x017F;&#x017F;e &#x017F;chlaffen/ und<lb/>
ge&#x017F;und wider erwachen la&#x017F;&#x017F;en. Auch bitte ich<lb/>
<fw place="bottom" type="catch">dich/</fw><lb/></p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[162/0175] Morgen-gebätt einer tochter Sprichw. Sal. 24. 24. Durch ordentliches haushalten werden die kam- mern voll aller köſtlicher leiblicher reichthu m̃er. Spr. Sat. 27. 23/24/25/26/27. Sir. 4. 35. Sej nicht ein Lön in deinem hauſe/ und nicht ein wükerich gegen dein geſinde. 7.22/23. Einen treuen knecht und fleiſſigen arbeiter halte nicht übel. Ei- nen from̃en knecht habe lieb/ und hindere ihn nicht/ wo er frei wer- den kan. Koloſſ. 3. 26. Jhr Herꝛen/ was recht und gleich iſt/ das beweiſet den knechten/ und wiſſet/ daß ihr auch einen Herꝛn im Himmel habet. Abſonderliches Morgen-gebätt Einer Tochter/ die Vater- los iſt. HErꝛ ewiger/ grund-guͤti- ger Gott/ du Vater unſerer aller: du haſt zwahr den ſtab unſers hauſes zerbrochen/ und uns ein hartes erzeiget/ in dem du denſel- ben/ der mich nach deinem willen gezeuget/ durch den zeitlichen tod von hinnen gefordert: aber du haſt uns dañoch nicht wäiſen gelaſſen/ du haſt dich unſerer erbarmet/ alß ein Vater über ſeine Kinder/ und uns durch deine guͤte getröſtet/ mit deiner gnade erfuͤllet/ mit deinem ſegen erkwiket. Darum̃ danke ich dir billich/ darum̃ lobe ich deine Väterliche barmherzig- keit: ja abſonderlich danke ich dir an diſem frö- lichen morgen/ daß du mich diſe für über gewi- chene nacht ſanffte ruhen/ ſüſſe ſchlaffen/ und geſund wider erwachen laſſen. Auch bitte ich dich/

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Matthias Boenig, Benjamin Fiechter, Susanne Haaf, Li Xang: Bearbeitung und strukturelle Auszeichnung der durch die Grepect GmbH bereitgestellten Texttranskription. (2023-05-24T12:24:22Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme des Werkes in das DTA entsprechen muss.
Britt-Marie Schuster, Alexander Geyken, Susanne Haaf, Christopher Georgi, Frauke Thielert, Linda Kirsten, t.evo: Die Evolution von komplexen Textmustern: Aufbau eines Korpus historischer Zeitungen zur Untersuchung der Mehrdimensionalität des Textmusterwandels

Weitere Informationen:

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/zesen_gebetbuch_1660
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/zesen_gebetbuch_1660/175
Zitationshilfe: Zesen, Philip von: Neues Buß- und Gebätt-buch. Schaffhausen, 1660, S. 162. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/zesen_gebetbuch_1660/175>, abgerufen am 12.06.2024.