Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Freylinghausen, Johann Anastasius: Christliches Denckmaal, Welches Seinem Seligen Herrn Eydam, HERRN M. Georg Joh. Hencken. hrsg. v. Wiegleb, Johann Hieronymus. Halle, 1720.

Bild:
<< vorherige Seite
Leichen-Carmina.
Doch ist der Schmertz darum bey mir noch
nicht verbunden.

Der ewig-treue GOTT wird deinen Fleiß be-
lohnen/

Den DU in deinem Ampt und Christenthum
geübt:

Er ziert dein Haupt nunmehr mit schönen Him-
mels-Cronen/

Wo dich kein Schmertz und Leid in Ewigkeit
betrübt.

Drum lebe ewig wohl! bis wir auch dorthin
gehen/

Und vor des Lammes Stuhl in weissen Klei-
dern stehen.

Jndessen tröste GOtt/ die Du alhier verlassen/
Und heile was dein Tod so tieff verwundet hat:
Daß Sie sich mit Gedult in solchem Schicksaal
fassen/

Und preisen unterm Creutz auch GOttes wei-
sen Rath.

Der frohe Frühlings-Tag wird herrlich wieder
schencken/

Was wir mit Trähnen jetzt ins kühle Grab
versencken.
Lud. Christoph Teichmann/
St. Laur. Pastor.
X.
SO bistu/ frommer Henck, in deine Ru-
he gangen/

Die dein getreuer Hirt für dich be-
reitet hat.

So
Leichen-Carmina.
Doch iſt der Schmertz darum bey mir noch
nicht verbunden.

Der ewig-treue GOTT wird deinen Fleiß be-
lohnen/

Den DU in deinem Ampt und Chriſtenthum
geuͤbt:

Er ziert dein Haupt nunmehr mit ſchoͤnen Him-
mels-Cronen/

Wo dich kein Schmertz und Leid in Ewigkeit
betruͤbt.

Drum lebe ewig wohl! bis wir auch dorthin
gehen/

Und vor des Lammes Stuhl in weiſſen Klei-
dern ſtehen.

Jndeſſen troͤſte GOtt/ die Du alhier verlaſſen/
Und heile was dein Tod ſo tieff verwundet hat:
Daß Sie ſich mit Gedult in ſolchem Schickſaal
faſſen/

Und preiſen unterm Creutz auch GOttes wei-
ſen Rath.

Der frohe Fruͤhlings-Tag wird herrlich wieder
ſchencken/

Was wir mit Traͤhnen jetzt ins kuͤhle Grab
verſencken.
Lud. Chriſtoph Teichmann/
St. Laur. Paſtor.
X.
SO biſtu/ frommer Henck, in deine Ru-
he gangen/

Die dein getreuer Hirt fuͤr dich be-
reitet hat.

So
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="fsEpicedia" n="1">
        <div n="2">
          <lg type="poem">
            <pb facs="#f0068" n="68"/>
            <fw place="top" type="header">Leichen-<hi rendition="#aq">Carmina.</hi></fw><lb/>
            <l>Doch i&#x017F;t der Schmertz darum bey mir noch<lb/><hi rendition="#et">nicht verbunden.</hi></l><lb/>
            <l>Der ewig-treue GOTT wird deinen Fleiß be-<lb/><hi rendition="#et">lohnen/</hi></l><lb/>
            <l>Den DU in deinem Ampt und Chri&#x017F;tenthum<lb/><hi rendition="#et">geu&#x0364;bt:</hi></l><lb/>
            <l>Er ziert dein Haupt nunmehr mit &#x017F;cho&#x0364;nen Him-<lb/><hi rendition="#et">mels-Cronen/</hi></l><lb/>
            <l>Wo dich kein Schmertz und Leid in Ewigkeit<lb/><hi rendition="#et">betru&#x0364;bt.</hi></l><lb/>
            <l>Drum lebe ewig wohl! bis wir auch dorthin<lb/><hi rendition="#et">gehen/</hi></l><lb/>
            <l>Und vor des Lammes Stuhl in wei&#x017F;&#x017F;en Klei-<lb/><hi rendition="#et">dern &#x017F;tehen.</hi></l><lb/>
            <l>Jnde&#x017F;&#x017F;en tro&#x0364;&#x017F;te GOtt/ die Du alhier verla&#x017F;&#x017F;en/</l><lb/>
            <l>Und heile was dein Tod &#x017F;o tieff verwundet hat:</l><lb/>
            <l>Daß Sie &#x017F;ich mit Gedult in &#x017F;olchem Schick&#x017F;aal<lb/><hi rendition="#et">fa&#x017F;&#x017F;en/</hi></l><lb/>
            <l>Und prei&#x017F;en unterm Creutz auch GOttes wei-<lb/><hi rendition="#et">&#x017F;en Rath.</hi></l><lb/>
            <l>Der frohe Fru&#x0364;hlings-Tag wird herrlich wieder<lb/><hi rendition="#et">&#x017F;chencken/</hi></l><lb/>
            <l>Was wir mit Tra&#x0364;hnen jetzt ins ku&#x0364;hle Grab<lb/><hi rendition="#et">ver&#x017F;encken.</hi></l>
          </lg><lb/>
          <closer>
            <salute> <hi rendition="#et">Lud. Chri&#x017F;toph Teichmann/<lb/><hi rendition="#aq">St. Laur. Pa&#x017F;tor.</hi></hi> </salute>
          </closer>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <head> <hi rendition="#aq">X.</hi> </head><lb/>
          <lg type="poem">
            <l><hi rendition="#in">S</hi>O bi&#x017F;tu/ frommer <hi rendition="#fr">Henck,</hi> in deine Ru-<lb/><hi rendition="#et">he gangen/</hi></l><lb/>
            <l>Die dein getreuer Hirt fu&#x0364;r dich be-<lb/><hi rendition="#et">reitet hat.</hi></l><lb/>
            <fw place="bottom" type="catch">So</fw><lb/>
          </lg>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[68/0068] Leichen-Carmina. Doch iſt der Schmertz darum bey mir noch nicht verbunden. Der ewig-treue GOTT wird deinen Fleiß be- lohnen/ Den DU in deinem Ampt und Chriſtenthum geuͤbt: Er ziert dein Haupt nunmehr mit ſchoͤnen Him- mels-Cronen/ Wo dich kein Schmertz und Leid in Ewigkeit betruͤbt. Drum lebe ewig wohl! bis wir auch dorthin gehen/ Und vor des Lammes Stuhl in weiſſen Klei- dern ſtehen. Jndeſſen troͤſte GOtt/ die Du alhier verlaſſen/ Und heile was dein Tod ſo tieff verwundet hat: Daß Sie ſich mit Gedult in ſolchem Schickſaal faſſen/ Und preiſen unterm Creutz auch GOttes wei- ſen Rath. Der frohe Fruͤhlings-Tag wird herrlich wieder ſchencken/ Was wir mit Traͤhnen jetzt ins kuͤhle Grab verſencken. Lud. Chriſtoph Teichmann/ St. Laur. Paſtor. X. SO biſtu/ frommer Henck, in deine Ru- he gangen/ Die dein getreuer Hirt fuͤr dich be- reitet hat. So

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/376914
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/376914/68
Zitationshilfe: Freylinghausen, Johann Anastasius: Christliches Denckmaal, Welches Seinem Seligen Herrn Eydam, HERRN M. Georg Joh. Hencken. hrsg. v. Wiegleb, Johann Hieronymus. Halle, 1720, S. 68. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/376914/68>, abgerufen am 17.05.2022.