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Thebesius, Georg: Der Liebhaber Gottes. Breslau, [1639].

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Der Liebhaber Gottes.

Es ist aber die Frewde der Liebhaber GOt-
tes auch:

II. Gewisse Frew-
de.
II. Eine gewisse Frewde/ die da gewiß/ vnd
auch vnvergänglich ist: Zeitliche Frewde ist vnbe-
ständig/ aber Himlische Frewde/ ist die allerbeste
Frewde/ weil sie gewiß ist/ vnd weil sie Ewig vnd
vnvergänglich ist. Darumb sagt davon S. Pau-
lus in vnserm Text: Wir wissens/ daß ist/ wir sind
dieser Frewde/ die nach dem Creutz folgen wird/ ge-
wiß vnd versichert: Denn gewiß ist sie/ Ratione
Dei/
von Gotteswegen/ der solche verheischen vnd
zugesaget hat: Gewiß ist sie auch/ Ratione Fidei,
deß Glaubens wegen/ welcher ist eine gewisse Zuver-
sicht/ deß daß man hoffet/ vnd nicht zweiffelt an dem/
Ebre. 11. v. 1daß man nicht siehet: Ebre. 11.

Endlichen/ weil die Zeit verflossen/ so ist sie auch:

III. Gewüntschte
Frewde.
III. Eine gewüntschte Frewde/ sie heist im
Text das beste/ vnd zwar das beste derer/ die Gott-
lieben. Ach das muß eine gewüntschte Freude sein!
Ein jeder Mensch wüntschet jhme ja das beste/ es
kan auch nichts bessers gewüntschet oder erdacht wer-
den/ alß was GOtt bereitet hat/ denen die jhn lie-
e) 1. Cor. 2. v. 9.ben. (e) Ey nun allerliebster HErre JEsu/ laß
auch vns alle Dinge also zum besten dienen/ du bist
das summum Bonum, das Höchste vnnd beste
Gutt[/] hilff daß wir dich liebhaben in Glück vnd Vn-
glücke/ so lieben wir das beste/ hilff daß wir endlich
zu dir kommen zu deiner Frewde/ so kommen wir

zum
Der Liebhaber Gottes.

Es iſt aber die Frewde der Liebhaber GOt-
tes auch:

II. Gewiſſe Frew-
de.
II. Eine gewiſſe Frewde/ die da gewiß/ vnd
auch vnvergaͤnglich iſt: Zeitliche Frewde iſt vnbe-
ſtaͤndig/ aber Himliſche Frewde/ iſt die allerbeſte
Frewde/ weil ſie gewiß iſt/ vnd weil ſie Ewig vnd
vnvergaͤnglich iſt. Darumb ſagt davon S. Pau-
lus in vnſerm Text: Wir wiſſens/ daß iſt/ wir ſind
dieſer Frewde/ die nach dem Creutz folgen wird/ ge-
wiß vnd verſichert: Denn gewiß iſt ſie/ Ratione
Dei/
von Gotteswegen/ der ſolche verheiſchen vnd
zugeſaget hat: Gewiß iſt ſie auch/ Ratione Fidei,
deß Glaubens wegen/ welcher iſt eine gewiſſe Zuver-
ſicht/ deß daß man hoffet/ vnd nicht zweiffelt an dem/
Ebre. 11. v. 1daß man nicht ſiehet: Ebre. 11.

Endlichen/ weil die Zeit verfloſſen/ ſo iſt ſie auch:

III. Gewuͤntſchte
Frewde.
III. Eine gewuͤntſchte Frewde/ ſie heiſt im
Text das beſte/ vnd zwar das beſte derer/ die Gott-
lieben. Ach das muß eine gewuͤntſchte Freude ſein!
Ein jeder Menſch wuͤntſchet jhme ja das beſte/ es
kan auch nichts beſſers gewuͤntſchet oder erdacht wer-
den/ alß was GOtt bereitet hat/ denen die jhn lie-
e) 1. Cor. 2. v. 9.ben. (e) Ey nun allerliebſter HErre JEſu/ laß
auch vns alle Dinge alſo zum beſten dienen/ du biſt
das ſummum Bonum, das Hoͤchſte vnnd beſte
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gluͤcke/ ſo lieben wir das beſte/ hilff daß wir endlich
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[[46]/0046] Der Liebhaber Gottes. Es iſt aber die Frewde der Liebhaber GOt- tes auch: II. Eine gewiſſe Frewde/ die da gewiß/ vnd auch vnvergaͤnglich iſt: Zeitliche Frewde iſt vnbe- ſtaͤndig/ aber Himliſche Frewde/ iſt die allerbeſte Frewde/ weil ſie gewiß iſt/ vnd weil ſie Ewig vnd vnvergaͤnglich iſt. Darumb ſagt davon S. Pau- lus in vnſerm Text: Wir wiſſens/ daß iſt/ wir ſind dieſer Frewde/ die nach dem Creutz folgen wird/ ge- wiß vnd verſichert: Denn gewiß iſt ſie/ Ratione Dei/ von Gotteswegen/ der ſolche verheiſchen vnd zugeſaget hat: Gewiß iſt ſie auch/ Ratione Fidei, deß Glaubens wegen/ welcher iſt eine gewiſſe Zuver- ſicht/ deß daß man hoffet/ vnd nicht zweiffelt an dem/ daß man nicht ſiehet: Ebre. 11. II. Gewiſſe Frew- de. Ebre. 11. v. 1 Endlichen/ weil die Zeit verfloſſen/ ſo iſt ſie auch: III. Eine gewuͤntſchte Frewde/ ſie heiſt im Text das beſte/ vnd zwar das beſte derer/ die Gott- lieben. Ach das muß eine gewuͤntſchte Freude ſein! Ein jeder Menſch wuͤntſchet jhme ja das beſte/ es kan auch nichts beſſers gewuͤntſchet oder erdacht wer- den/ alß was GOtt bereitet hat/ denen die jhn lie- ben. (e) Ey nun allerliebſter HErre JEſu/ laß auch vns alle Dinge alſo zum beſten dienen/ du biſt das ſummum Bonum, das Hoͤchſte vnnd beſte Gutt/ hilff daß wir dich liebhaben in Gluͤck vñ Vn- gluͤcke/ ſo lieben wir das beſte/ hilff daß wir endlich zu dir kommen zu deiner Frewde/ ſo kommen wir zum III. Gewuͤntſchte Frewde. e) 1. Cor. 2. v. 9.

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Zitationshilfe: Thebesius, Georg: Der Liebhaber Gottes. Breslau, [1639], S. [46]. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/409693/46>, abgerufen am 04.07.2022.