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Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. Bd. 1. Göttingen, 1779.

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1. Membranacea T. pedibus pinniformibus, un-
guiculis tribus, testa dorsali membranacea
ovata grisea striata. *

Ein artiges kleines Thier, was wir aus Guiana
erhalten haben, und von den bisher bekannten*)
weichschaalichten Schildkröten verschieden ist.

2. Imbricata. Die Carette. T. pedibus pinni-
formibus, testacordata subcarinata, margine
serrato: scutellis imbricatis latiusculis, cau-
da squamata. *

Findet sich in beiden Indien; zumal häufig an
den Antillen. Man nimmt das beste Schildpatt
von ihr, und die Wilden brauchen ihr Fett als
Arzney.

3. Mydas. T. pedibus pinniformibus, ungui-
bus palmarum binis, plantarum solitariis,
testa ovata. *

Die gröste und stärkste Schildkröte, die wol
mit Lasten von sechs und mehrern Centnern, die
man ihr auf den Rücken legt, fortkriecht. Sie
ist vorzüglich auf den Inseln der Oceane zu Hause,
und wird wegen ihres schmackhaften Fleisches
und ihrer zalreichen Eyer, besonders für die See-
farenden wichtig.

4. Geometrica. T. pedibus posticis palmatis,
testae scutellis elevatis truncatis. *

Ein kleines Thier, ohngefähr von der Grösse
einer flachen Hand: es lebt in Ostindien, und
hat wegen seines regelmäßigen schwarz und gelb
gezeichneten Rückenschilds, ein sehr artiges
Ansehn.

*) Com. Roncalli Censur. medic. univ. p. 131. Pennant
in Philos. Trans. Vol
. LXI. P. I.

1. Membranacea T. pedibus pinniformibus, un-
guiculis tribus, testa dorsali membranacea
ovata grisea striata. *

Ein artiges kleines Thier, was wir aus Guiana
erhalten haben, und von den bisher bekannten*)
weichschaalichten Schildkröten verschieden ist.

2. Imbricata. Die Carette. T. pedibus pinni-
formibus, testacordata subcarinata, margine
serrato: scutellis imbricatis latiusculis, cau-
da squamata. *

Findet sich in beiden Indien; zumal häufig an
den Antillen. Man nimmt das beste Schildpatt
von ihr, und die Wilden brauchen ihr Fett als
Arzney.

3. Mydas. T. pedibus pinniformibus, ungui-
bus palmarum binis, plantarum solitariis,
testa ovata. *

Die gröste und stärkste Schildkröte, die wol
mit Lasten von sechs und mehrern Centnern, die
man ihr auf den Rücken legt, fortkriecht. Sie
ist vorzüglich auf den Inseln der Oceane zu Hause,
und wird wegen ihres schmackhaften Fleisches
und ihrer zalreichen Eyer, besonders für die See-
farenden wichtig.

4. Geometrica. T. pedibus posticis palmatis,
testae scutellis elevatis truncatis. *

Ein kleines Thier, ohngefähr von der Grösse
einer flachen Hand: es lebt in Ostindien, und
hat wegen seines regelmäßigen schwarz und gelb
gezeichneten Rückenschilds, ein sehr artiges
Ansehn.

*) Com. Roncalli Censur. medic. univ. p. 131. Pennant
in Philos. Trans. Vol
. LXI. P. I.
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[257/0280] 1. Membranacea T. pedibus pinniformibus, un- guiculis tribus, testa dorsali membranacea ovata grisea striata. * Ein artiges kleines Thier, was wir aus Guiana erhalten haben, und von den bisher bekannten *) weichschaalichten Schildkröten verschieden ist. 2. Imbricata. Die Carette. T. pedibus pinni- formibus, testacordata subcarinata, margine serrato: scutellis imbricatis latiusculis, cau- da squamata. * Findet sich in beiden Indien; zumal häufig an den Antillen. Man nimmt das beste Schildpatt von ihr, und die Wilden brauchen ihr Fett als Arzney. 3. Mydas. T. pedibus pinniformibus, ungui- bus palmarum binis, plantarum solitariis, testa ovata. * Die gröste und stärkste Schildkröte, die wol mit Lasten von sechs und mehrern Centnern, die man ihr auf den Rücken legt, fortkriecht. Sie ist vorzüglich auf den Inseln der Oceane zu Hause, und wird wegen ihres schmackhaften Fleisches und ihrer zalreichen Eyer, besonders für die See- farenden wichtig. 4. Geometrica. T. pedibus posticis palmatis, testae scutellis elevatis truncatis. * Ein kleines Thier, ohngefähr von der Grösse einer flachen Hand: es lebt in Ostindien, und hat wegen seines regelmäßigen schwarz und gelb gezeichneten Rückenschilds, ein sehr artiges Ansehn. *) Com. Roncalli Censur. medic. univ. p. 131. Pennant in Philos. Trans. Vol. LXI. P. I.

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Zitationshilfe: Blumenbach, Johann Friedrich: Handbuch der Naturgeschichte. Bd. 1. Göttingen, 1779, S. 257. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/blumenbach_naturgeschichte_1779/279>, abgerufen am 17.08.2022.