Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Braunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich von: Erneuerte Kirchen-Ordnung Unser von Gottes Gnaden Anthon Ulrichs Hertzogen zu Braunschweig und Lüneburg, Erster Teil. Braunschweig, 1709.

Bild:
<< vorherige Seite
16.

Seines Bruders-noch der Schwester Tochter-Tochter / noch des Bruders Sohns-Tochter / noch der Schwester Sohns-Tochter; und in Summa keine Tochter / so von seinem Bruder oder seiner Schwester descendiret und herab kömmet.

Eine gleiche Bewandtniß der verbotene Ehen hat es auch mit denen Frauens-Persohnen.

Wegen der nahen Blut-Freundschafft in der Collateral- oder Seit-Linie sind ferner die Ehen verboten:
1.

Zwischen Bruder und Schwester / wann sie gleich nur von einem Vater oder einer Mutter seyn /

2.

Zwischen Bruder- und Schwester-Kindern /

3.

Zwischen Bruder- und Schwester-Kindes-Kindern bis in den dritten Gradt ungleicher Linie;

Zum Exempel:

Dieser Herman soll Catharinen seines Groß-Vaters Brudern-Tochten nicht nehmen / weil sie ihm in dritten Grad ungleicher Linie verwandt ist; Wann aber gemeldte Catharina eine Tochter hätte / weil diese mit Herman in gleicher Linie des dritten Grads concurrirte / solchenfalls würde die Ehe zwischen diesen beyden können zugelassen werden.

16.

Seines Bruders-noch der Schwester Tochter-Tochter / noch des Bruders Sohns-Tochter / noch der Schwester Sohns-Tochter; und in Summa keine Tochter / so von seinem Bruder oder seiner Schwester descendiret und herab kömmet.

Eine gleiche Bewandtniß der verbotene Ehen hat es auch mit denen Frauens-Persohnen.

Wegen der nahen Blut-Freundschafft in der Collateral- oder Seit-Linie sind ferner die Ehen verboten:
1.

Zwischen Bruder und Schwester / wann sie gleich nur von einem Vater oder einer Mutter seyn /

2.

Zwischen Bruder- und Schwester-Kindern /

3.

Zwischen Bruder- und Schwester-Kindes-Kindern bis in den dritten Gradt ungleicher Linie;

Zum Exempel:

Dieser Herman soll Catharinen seines Groß-Vaters Brudern-Tochten nicht nehmen / weil sie ihm in dritten Grad ungleicher Linie verwandt ist; Wann aber gemeldte Catharina eine Tochter hätte / weil diese mit Herman in gleicher Linie des dritten Grads concurrirte / solchenfalls würde die Ehe zwischen diesen beyden können zugelassen werden.

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div>
        <pb facs="#f0110" n="110"/>
      </div>
      <div>
        <head>16.<lb/></head>
        <p>Seines Bruders-noch der Schwester Tochter-Tochter / noch des Bruders                      Sohns-Tochter / noch der Schwester Sohns-Tochter; und in Summa keine Tochter /                      so von seinem Bruder oder seiner Schwester descendiret und herab kömmet.</p>
        <p>Eine gleiche Bewandtniß der verbotene Ehen hat es auch mit denen                      Frauens-Persohnen.</p>
      </div>
      <div>
        <head>Wegen der nahen Blut-Freundschafft in der Collateral- oder Seit-Linie sind                      ferner die Ehen verboten:<lb/></head>
      </div>
      <div>
        <head>1.<lb/></head>
        <p>Zwischen Bruder und Schwester / wann sie gleich nur von einem Vater oder einer                      Mutter seyn /</p>
      </div>
      <div>
        <head>2.<lb/></head>
        <p>Zwischen Bruder- und Schwester-Kindern /</p>
      </div>
      <div>
        <head>3.<lb/></head>
        <p>Zwischen Bruder- und Schwester-Kindes-Kindern bis in den dritten Gradt ungleicher                      Linie;</p>
        <p>Zum Exempel:</p>
        <p>Dieser Herman soll Catharinen seines Groß-Vaters Brudern-Tochten nicht nehmen /                      weil sie ihm in dritten Grad ungleicher Linie verwandt ist; Wann aber gemeldte                      Catharina eine Tochter hätte / weil diese mit Herman in gleicher Linie des                      dritten Grads concurrirte / solchenfalls würde die Ehe zwischen diesen beyden                      können zugelassen werden.</p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[110/0110] 16. Seines Bruders-noch der Schwester Tochter-Tochter / noch des Bruders Sohns-Tochter / noch der Schwester Sohns-Tochter; und in Summa keine Tochter / so von seinem Bruder oder seiner Schwester descendiret und herab kömmet. Eine gleiche Bewandtniß der verbotene Ehen hat es auch mit denen Frauens-Persohnen. Wegen der nahen Blut-Freundschafft in der Collateral- oder Seit-Linie sind ferner die Ehen verboten: 1. Zwischen Bruder und Schwester / wann sie gleich nur von einem Vater oder einer Mutter seyn / 2. Zwischen Bruder- und Schwester-Kindern / 3. Zwischen Bruder- und Schwester-Kindes-Kindern bis in den dritten Gradt ungleicher Linie; Zum Exempel: Dieser Herman soll Catharinen seines Groß-Vaters Brudern-Tochten nicht nehmen / weil sie ihm in dritten Grad ungleicher Linie verwandt ist; Wann aber gemeldte Catharina eine Tochter hätte / weil diese mit Herman in gleicher Linie des dritten Grads concurrirte / solchenfalls würde die Ehe zwischen diesen beyden können zugelassen werden.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Weitere Informationen:

Anmerkungen zur Transkription:

  • Langes s (ſ) wird als rundes s (s) wiedergegeben.
  • Rundes r (ꝛ) wird als normales r (r) wiedergegeben bzw. in der Kombination ꝛc. als et (etc.) aufgelöst.
  • Die Majuskel J im Frakturdruck wird in der Transkription je nach Lautwert als I bzw. J wiedergegeben.
  • Übergeschriebenes „e“ über „a“, „o“ und „u“ wird als „ä“, „ö“, „ü“ transkribiert.
  • Ligaturen werden aufgelöst.
  • Silbentrennungen über Zeilengrenzen hinweg werden aufgelöst.
  • Silbentrennungen über Seitengrenzen hinweg werden beibehalten.
  • Kolumnentitel, Bogensignaturen und Kustoden werden nicht erfasst.
  • Griechische Schrift wird nicht transkribiert, sondern im XML mit <foreign xml:lang="el"><gap reason="fm"/></foreign> vermerkt.



Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/braunschweig_kirchenordnung01_1709
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/braunschweig_kirchenordnung01_1709/110
Zitationshilfe: Braunschweig-Wolfenbüttel, Anton Ulrich von: Erneuerte Kirchen-Ordnung Unser von Gottes Gnaden Anthon Ulrichs Hertzogen zu Braunschweig und Lüneburg, Erster Teil. Braunschweig, 1709, S. 110. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/braunschweig_kirchenordnung01_1709/110>, abgerufen am 05.12.2021.