Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Campe, Joachim Heinrich: Robinson der Jüngere. Bd. 2. Hamburg, 1780.

Bild:
<< vorherige Seite

Nikolas. Das glaub' ich, sie hatten auch
die ganze vorige Nacht gewacht!

Diderich. Und waren heute so sehr gelau-
fen; besonders Freitag!

Vater. Sie strekten sich also ins Grüne
und überliessen es dem Pudel, sie zu bewachen.
Der Pudel legte sich zu ihren Füßen und so ge-
nossen sie der Wohlthat eines sanften und erquik-
kenden Schlummers, bis die Morgenröthe her-
vorbrach.


Drei und zwanzigster Abend.

Vater.

Der anbrechende Morgen hatte kaum den un-
tersten Rand des östlichen Himmels geröthet:
als der muntre Robinson seinen Gefährten
wekte, um das Werk zu vollenden, welches sie
gestern angefangen hatten. Sie arbeiteten den

gan-

Nikolas. Das glaub' ich, ſie hatten auch
die ganze vorige Nacht gewacht!

Diderich. Und waren heute ſo ſehr gelau-
fen; beſonders Freitag!

Vater. Sie ſtrekten ſich alſo ins Gruͤne
und uͤberlieſſen es dem Pudel, ſie zu bewachen.
Der Pudel legte ſich zu ihren Fuͤßen und ſo ge-
noſſen ſie der Wohlthat eines ſanften und erquik-
kenden Schlummers, bis die Morgenroͤthe her-
vorbrach.


Drei und zwanzigſter Abend.

Vater.

Der anbrechende Morgen hatte kaum den un-
terſten Rand des oͤſtlichen Himmels geroͤthet:
als der muntre Robinſon ſeinen Gefaͤhrten
wekte, um das Werk zu vollenden, welches ſie
geſtern angefangen hatten. Sie arbeiteten den

gan-
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <pb facs="#f0210" n="204"/>
          <p><hi rendition="#fr">Nikolas.</hi> Das glaub' ich, &#x017F;ie hatten auch<lb/>
die ganze vorige Nacht gewacht!</p><lb/>
          <p><hi rendition="#fr">Diderich.</hi> Und waren heute &#x017F;o &#x017F;ehr gelau-<lb/>
fen; be&#x017F;onders <hi rendition="#fr">Freitag!</hi></p><lb/>
          <p><hi rendition="#fr">Vater.</hi> Sie &#x017F;trekten &#x017F;ich al&#x017F;o ins Gru&#x0364;ne<lb/>
und u&#x0364;berlie&#x017F;&#x017F;en es dem Pudel, &#x017F;ie zu bewachen.<lb/>
Der Pudel legte &#x017F;ich zu ihren Fu&#x0364;ßen und &#x017F;o ge-<lb/>
no&#x017F;&#x017F;en &#x017F;ie der Wohlthat eines &#x017F;anften und erquik-<lb/>
kenden Schlummers, bis die Morgenro&#x0364;the her-<lb/>
vorbrach.</p>
        </div><lb/>
        <milestone rendition="#hr" unit="section"/>
        <div n="2">
          <head>Drei und zwanzig&#x017F;ter Abend.</head><lb/>
          <milestone rendition="#hr" unit="section"/>
          <p> <hi rendition="#c"> <hi rendition="#fr">Vater.</hi> </hi> </p><lb/>
          <p><hi rendition="#in">D</hi>er anbrechende Morgen hatte kaum den un-<lb/>
ter&#x017F;ten Rand des o&#x0364;&#x017F;tlichen Himmels gero&#x0364;thet:<lb/>
als der muntre <hi rendition="#fr">Robin&#x017F;on</hi> &#x017F;einen Gefa&#x0364;hrten<lb/>
wekte, um das Werk zu vollenden, welches &#x017F;ie<lb/>
ge&#x017F;tern angefangen hatten. Sie arbeiteten den<lb/>
<fw place="bottom" type="catch">gan-</fw><lb/></p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[204/0210] Nikolas. Das glaub' ich, ſie hatten auch die ganze vorige Nacht gewacht! Diderich. Und waren heute ſo ſehr gelau- fen; beſonders Freitag! Vater. Sie ſtrekten ſich alſo ins Gruͤne und uͤberlieſſen es dem Pudel, ſie zu bewachen. Der Pudel legte ſich zu ihren Fuͤßen und ſo ge- noſſen ſie der Wohlthat eines ſanften und erquik- kenden Schlummers, bis die Morgenroͤthe her- vorbrach. Drei und zwanzigſter Abend. Vater. Der anbrechende Morgen hatte kaum den un- terſten Rand des oͤſtlichen Himmels geroͤthet: als der muntre Robinſon ſeinen Gefaͤhrten wekte, um das Werk zu vollenden, welches ſie geſtern angefangen hatten. Sie arbeiteten den gan-

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/campe_robinson02_1780
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/campe_robinson02_1780/210
Zitationshilfe: Campe, Joachim Heinrich: Robinson der Jüngere. Bd. 2. Hamburg, 1780, S. 204. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/campe_robinson02_1780/210>, abgerufen am 18.08.2022.