Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Eckarth, Friedrich: Chronica Oder Historische Beschreibung Des Dorffes Herwigsdorff. 1737.

Bild:
<< vorherige Seite

und Schnee an, also daß man den 5. Jan. Ackers-Leute auf den Felde sahe, wehrte bis den 14. Jan. da es gefor, und das baar gefröste ohne Schnee biß den 3. Febr. taurete.

Anno 1724. im Jan. biß den 23. Febr. hatte man so warmes Wetter ohn allen Schnee, dergleichen fast keinen Menschen gedachte, man Ackerte und säete Korn, gieng Baarfuß etc. Von 6. bis 18. Martz hatten wir erst Winterwetter, viel Schnee, Frost und Schlitten-Bahn.

Anno 1737. hatten wir gar einen warmen Winter, dieweil es eher Regnete als Schneyte, doch aufn Frühling ward es kalt, daher die Sommer-Saat etwas langsam bestellet werden konte, auch war es Dürre dabey, daß das gesäete gar sparsam aufgieng.

XII. Von ungewöhnlicher Kälte, Frost und Schnee, ausser den Winter.

Anno 1594. hat es Mittwochs vor Himmelfarth selbst, und den Freytag darauf geschneyet und gefroren, da eben das Korn im Schossen gewesen. Kirchenb.

Anno 1674. den 29. Sept. Schneyte es ziemlich.

Anno 1686. den 15. Apr. hatte man starcken Frost, und den 6. May gefror es Eiß an Fenstern und auf Pfitzen. Gr.

Anno 1687. auf einen harten Winter, kamen den 28. 29. 30. (da es Eiß gefror) und 31. May starcke Reiffe, und den 1. Jun. harter Reif und Frost. Gr.

Anno 1688. von 1. biß 10. May gefror es starck, das Gebürge war bereimet, alle Gärten weiß, und die Pfitzen zugefroren. Gr.

Anno 1689. den 13. und 14. May gefror es Eiß. Gr.

Anno 1691. den 6. und 7. May war gros Schnee und Frost. Gr.

Anno 1692. den 9. May Nachts fiel ein grosser Schnee, so grosse Bäume und Aeste zerbrochen, und Tags darauf nicht zerschmoltzen. Mich. Eckarth.

Anno 1693. den 13. May hat es den gantzen Tag geschneyet, auf den Gebürge einen grossen Schnee geleget, und hart gefroren. Mich. Eck.

und Schnee an, also daß man den 5. Jan. Ackers-Leute auf den Felde sahe, wehrte bis den 14. Jan. da es gefor, und das baar gefröste ohne Schnee biß den 3. Febr. taurete.

Anno 1724. im Jan. biß den 23. Febr. hatte man so warmes Wetter ohn allen Schnee, dergleichen fast keinen Menschen gedachte, man Ackerte und säete Korn, gieng Baarfuß etc. Von 6. bis 18. Martz hatten wir erst Winterwetter, viel Schnee, Frost und Schlitten-Bahn.

Anno 1737. hatten wir gar einen warmen Winter, dieweil es eher Regnete als Schneyte, doch aufn Frühling ward es kalt, daher die Sommer-Saat etwas langsam bestellet werden konte, auch war es Dürre dabey, daß das gesäete gar sparsam aufgieng.

XII. Von ungewöhnlicher Kälte, Frost und Schnee, ausser den Winter.

Anno 1594. hat es Mittwochs vor Himmelfarth selbst, und den Freytag darauf geschneyet und gefroren, da eben das Korn im Schossen gewesen. Kirchenb.

Anno 1674. den 29. Sept. Schneyte es ziemlich.

Anno 1686. den 15. Apr. hatte man starcken Frost, und den 6. May gefror es Eiß an Fenstern und auf Pfitzen. Gr.

Anno 1687. auf einen harten Winter, kamen den 28. 29. 30. (da es Eiß gefror) und 31. May starcke Reiffe, und den 1. Jun. harter Reif und Frost. Gr.

Anno 1688. von 1. biß 10. May gefror es starck, das Gebürge war bereimet, alle Gärten weiß, und die Pfitzen zugefroren. Gr.

Anno 1689. den 13. und 14. May gefror es Eiß. Gr.

Anno 1691. den 6. und 7. May war gros Schnee und Frost. Gr.

Anno 1692. den 9. May Nachts fiel ein grosser Schnee, so grosse Bäume und Aeste zerbrochen, und Tags darauf nicht zerschmoltzen. Mich. Eckarth.

Anno 1693. den 13. May hat es den gantzen Tag geschneyet, auf den Gebürge einen grossen Schnee geleget, und hart gefroren. Mich. Eck.

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <p><pb facs="#f0147" n="143"/>
und Schnee an, also daß man den <hi rendition="#aq">5. Jan.</hi> Ackers-Leute auf den Felde sahe, wehrte bis den <hi rendition="#aq">14. Jan.</hi> da es gefor, und das baar gefröste ohne Schnee biß den <hi rendition="#aq">3. Febr.</hi> taurete.</p>
          <p><hi rendition="#aq">Anno 1724.</hi> im <hi rendition="#aq">Jan.</hi> biß den <hi rendition="#aq">23. Febr.</hi> hatte man so warmes Wetter ohn allen Schnee, dergleichen fast keinen Menschen gedachte, man Ackerte und säete Korn, gieng Baarfuß etc. Von 6. bis 18. Martz hatten wir erst Winterwetter, viel Schnee, Frost und Schlitten-Bahn.</p>
          <p><hi rendition="#aq">Anno 1737.</hi> hatten wir gar einen warmen Winter, dieweil es eher Regnete als Schneyte, doch aufn Frühling ward es kalt, daher die Sommer-Saat etwas langsam bestellet werden konte, auch war es Dürre dabey, daß das gesäete gar sparsam aufgieng.</p>
        </div>
        <div n="2">
          <head> <hi rendition="#fr"><hi rendition="#aq">XII.</hi> Von ungewöhnlicher Kälte, Frost und Schnee, ausser den Winter.</hi><lb/>
          </head>
          <p><hi rendition="#aq">Anno 1594.</hi> hat es Mittwochs vor Himmelfarth selbst, und den Freytag darauf geschneyet und gefroren, da eben das Korn im Schossen gewesen. Kirchenb.</p>
          <p><hi rendition="#aq">Anno 1674.</hi> den <hi rendition="#aq">29. Sept.</hi> Schneyte es ziemlich.</p>
          <p><hi rendition="#aq">Anno 1686.</hi> den <hi rendition="#aq">15. Apr.</hi> hatte man starcken Frost, und den 6. May gefror es Eiß an Fenstern und auf Pfitzen. Gr.</p>
          <p><hi rendition="#aq">Anno 1687.</hi> auf einen harten Winter, kamen den 28. 29. 30. (da es Eiß gefror) und 31. May starcke Reiffe, und den <hi rendition="#aq">1. Jun.</hi> harter Reif und Frost. Gr.</p>
          <p><hi rendition="#aq">Anno 1688.</hi> von 1. biß 10. May gefror es starck, das Gebürge war bereimet, alle Gärten weiß, und die Pfitzen zugefroren. Gr.</p>
          <p><hi rendition="#aq">Anno 1689.</hi> den 13. und 14. May gefror es Eiß. Gr.</p>
          <p><hi rendition="#aq">Anno 1691.</hi> den 6. und 7. May war gros Schnee und <choice><sic>Forst</sic><corr>Frost</corr></choice>. Gr.</p>
          <p><hi rendition="#aq">Anno 1692.</hi> den 9. May Nachts fiel ein grosser Schnee, so grosse Bäume und Aeste zerbrochen, und Tags darauf nicht zerschmoltzen. Mich. Eckarth.</p>
          <p><hi rendition="#aq">Anno 1693.</hi> den 13. May hat es den gantzen Tag geschneyet, auf den Gebürge einen grossen Schnee geleget, und hart gefroren. Mich. Eck.</p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[143/0147] und Schnee an, also daß man den 5. Jan. Ackers-Leute auf den Felde sahe, wehrte bis den 14. Jan. da es gefor, und das baar gefröste ohne Schnee biß den 3. Febr. taurete. Anno 1724. im Jan. biß den 23. Febr. hatte man so warmes Wetter ohn allen Schnee, dergleichen fast keinen Menschen gedachte, man Ackerte und säete Korn, gieng Baarfuß etc. Von 6. bis 18. Martz hatten wir erst Winterwetter, viel Schnee, Frost und Schlitten-Bahn. Anno 1737. hatten wir gar einen warmen Winter, dieweil es eher Regnete als Schneyte, doch aufn Frühling ward es kalt, daher die Sommer-Saat etwas langsam bestellet werden konte, auch war es Dürre dabey, daß das gesäete gar sparsam aufgieng. XII. Von ungewöhnlicher Kälte, Frost und Schnee, ausser den Winter. Anno 1594. hat es Mittwochs vor Himmelfarth selbst, und den Freytag darauf geschneyet und gefroren, da eben das Korn im Schossen gewesen. Kirchenb. Anno 1674. den 29. Sept. Schneyte es ziemlich. Anno 1686. den 15. Apr. hatte man starcken Frost, und den 6. May gefror es Eiß an Fenstern und auf Pfitzen. Gr. Anno 1687. auf einen harten Winter, kamen den 28. 29. 30. (da es Eiß gefror) und 31. May starcke Reiffe, und den 1. Jun. harter Reif und Frost. Gr. Anno 1688. von 1. biß 10. May gefror es starck, das Gebürge war bereimet, alle Gärten weiß, und die Pfitzen zugefroren. Gr. Anno 1689. den 13. und 14. May gefror es Eiß. Gr. Anno 1691. den 6. und 7. May war gros Schnee und Frost. Gr. Anno 1692. den 9. May Nachts fiel ein grosser Schnee, so grosse Bäume und Aeste zerbrochen, und Tags darauf nicht zerschmoltzen. Mich. Eckarth. Anno 1693. den 13. May hat es den gantzen Tag geschneyet, auf den Gebürge einen grossen Schnee geleget, und hart gefroren. Mich. Eck.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Die vorliegende Chronica Oder Historische Beschre… [mehr]

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Wikisource: Bereitstellung der Texttranskription und Auszeichnung in Wikisource-Syntax. (2012-11-21T13:03:31Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme aus Wikisource entsprechen muss.
Wikimedia Commons: Bereitstellung der Bilddigitalisate (2012-11-21T13:03:31Z)
Frank Wiegand: Konvertierung von Wikisource-Markup nach XML/TEI gemäß DTA-Basisformat. (2012-11-21T13:03:31Z)

Weitere Informationen:

Anmerkungen zur Transkription:

  • Als Grundlage dienen die Wikisource:Editionsrichtlinien.
  • Wo Virgeln (/) anstelle von Kommata genutzt werden, werden sie wie letztere behandelt, ohne Leerzeichen davor und mit Leerzeichen danach: "Wort/ Wort" genau so.
  • überstrichenes m → kontextsensitive Auflösung nach em, mm oder mb
  • ct-Ligatur → ct
  • rc., &c. → etc.



Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/eckarth_chronica_1737
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/eckarth_chronica_1737/147
Zitationshilfe: Eckarth, Friedrich: Chronica Oder Historische Beschreibung Des Dorffes Herwigsdorff. 1737, S. 143. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/eckarth_chronica_1737/147>, abgerufen am 15.04.2021.