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Lindnerin, Theresia: Koch Buch zum Gebrauch der Wohlgebohrenen Frau. Um 1780.

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eine Zinnerne Schüssel oder Verglassirtes saubers Reindl
damit eingeschmirt, den Höchten darauf, und zugedekter
Dämpfen, wann es zum anrichten ist, gieb wenig semel
brößl von der obern Rinde darauf, mit zerlassene Butter
begossen, eine heiße Schaufel darüber damit es
terbt, hernach Mushkatenblühe, es kann auch wenig Jngber
und Pfeffer darzu geben werden, in anfang in die Schüßl
es können auch andere Fiesche so gemacht werden, ingleichen
wann solche Blau oder nur in Salzwasser gesotten.

34
Fricassirten Höchten oder andere
Fiesche

Wann dieser geschübt auf stükeln gemacht oder ganz nachdem
diese groß oder klein fein sauber gewaschen, und gesalzen,
in ein Reinl stük Butter zergehen lassen, also den Fiesh
darzu und zugedekter so Dämpfen Zwiefel mit nagerl
gespikt, Citroni Schallen, ganzen Knobloch, Lorberblätter
Roßmarin, gewürz hernach mit Pettersill Wasser Kochen
lassen, als es nöthig ist. Hernach in ein Tipfl welches sich schüket
Eyer Dotter genohmen, ganz wenig mehl stükel Butter
Lemonj Saft oder wenig Essig abgerührt mit der Suppen
von Fischen es angemacht, und in Kochen das es nicht in
Tipfl gerindt und den Fiesch aus der ersten Supen

eine Zinnerne Schüssel oder Verglassirtes saubers Reindl
damit eingeschmirt, den Höchten darauf, und zugedekter
Dämpfen, wann es zum anrichten ist, gieb wenig semel
brößl von der obern Rinde darauf, mit zerlassene Butter
begossen, eine heiße Schaufel darüber damit es
terbt, hernach Mushkatenblühe, es kann auch wenig Jngber
und Pfeffer darzu geben werden, in anfang in die Schüßl
es können auch andere Fiesche so gemacht werden, ingleichen
wann solche Blau oder nur in Salzwasser gesotten.

34
Fricassirten Höchten oder andere
Fiesche

Wann dieser geschübt auf stükeln gemacht oder ganz nachdem
diese groß oder klein fein sauber gewaschen, und gesalzen,
in ein Reinl stük Butter zergehen lassen, also den Fiesh
darzu und zugedekter so Dämpfen Zwiefel mit nagerl
gespikt, Citroni Schallen, ganzen Knobloch, Lorberblätter
Roßmarin, gewürz hernach mit Pettersill Wasser Kochen
lassen, als es nöthig ist. Hernach in ein Tipfl welches sich schüket
Eyer Dotter genohmen, ganz wenig mehl stükel Butter
Lemonj Saft oder wenig Essig abgerührt mit der Suppen
von Fischen es angemacht, und in Kochen das es nicht in
Tipfl gerindt und den Fiesch aus der ersten Supen

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[0024] eine Zinnerne Schüssel oder Verglassirtes saubers Reindl damit eingeschmirt, den Höchten darauf, und zugedekter Dämpfen, wann es zum anrichten ist, gieb wenig semel brößl von der obern Rinde darauf, mit zerlassene Butter begossen, eine heiße Schaufel darüber damit es terbt, hernach Mushkatenblühe, es kann auch wenig Jngber und Pfeffer darzu geben werden, in anfang in die Schüßl es können auch andere Fiesche so gemacht werden, ingleichen wann solche Blau oder nur in Salzwasser gesotten. 34 Fricassirten Höchten oder andere Fiesche Wann dieser geschübt auf stükeln gemacht oder ganz nachdem diese groß oder klein fein sauber gewaschen, und gesalzen, in ein Reinl stük Butter zergehen lassen, also den Fiesh darzu und zugedekter so Dämpfen Zwiefel mit nagerl gespikt, Citroni Schallen, ganzen Knobloch, Lorberblätter Roßmarin, gewürz hernach mit Pettersill Wasser Kochen lassen, als es nöthig ist. Hernach in ein Tipfl welches sich schüket Eyer Dotter genohmen, ganz wenig mehl stükel Butter Lemonj Saft oder wenig Essig abgerührt mit der Suppen von Fischen es angemacht, und in Kochen das es nicht in Tipfl gerindt und den Fiesch aus der ersten Supen

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Zitationshilfe: Lindnerin, Theresia: Koch Buch zum Gebrauch der Wohlgebohrenen Frau. Um 1780, S. . In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/lindnerin_kochbuch_1780/24>, abgerufen am 25.05.2022.