Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Zeiller, Martin: Centvria IV. Variarvm Quæstionvm. Bd. 4. Ulm, 1660.

Bild:
<< vorherige Seite

Die 43. Frag/ des 4. Hundert.
Sulthan dahin setzet. Die Jnwohner seyn Ma-
humedaner/ und der Portugesen Feind.

Die 43. Frag.
Was hat aber dein angezogner Scribent
von der großen Jnsel Zeilon in Ost-Jn-
dien?

ER sagt lib. 2. cap. 12. daß solche rei-
che Jnsel Zeilon, oder Seilon, bey 250.
Meilen im Umkreiße haben/ und ein
Theil vom Paradis gewesen/ und alda/ auff ei-
nem gar hohen Berg/ der Adam erschaffen/
und daselbst begraben worden seyn solle. Der
König zu Candi sey der fürnemste/ und mächtig-
ste unter vilen kleinen Königen auff dieser Jnsel.
Es hetten auch die Portugesen daselbst eine
Statt/ Colombo genant/ den Zeilonern mit Ge-
walt abgenommen/ und eine starcke Vestung dar-
an gebauet. Die Holländer hetten auch eine
Statt/ und Vestung/ Punte de Galle genant:
item/ daß Castell Negumbo, daselbst. Hierüber
schreibet M. Adam. Olearius, in seinen notis:
Das Zeilon der Alten Taprobane seye/ beweiset
Iohan Barrius, de antiqu. Calabr. dem Maffaus
lib. 3. hist. Indic.
auch beyfält/ und der neulichste
gelehrte Scribent/ Samuel Bochartus/ in parte
altera Geographiae sacrae, cap.
46. mit zweinzig
ordentlich nacheinander gesezten fundamenten/
und Schlußreden/ bekräfftiget. Er Olearius last

Jhme

Die 43. Frag/ des 4. Hundert.
Sulthan dahin ſetzet. Die Jnwohner ſeyn Ma-
humedaner/ und der Portugeſen Feind.

Die 43. Frag.
Was hat aber dein angezogner Scribent
von der großen Jnſel Zeilon in Oſt-Jn-
dien?

ER ſagt lib. 2. cap. 12. daß ſolche rei-
che Jnſel Zeilon, oder Seilon, bey 250.
Meilen im Umkreiße haben/ und ein
Theil vom Paradis geweſen/ und alda/ auff ei-
nem gar hohen Berg/ der Adam erſchaffen/
und daſelbſt begraben worden ſeyn ſolle. Der
Koͤnig zu Candi ſey der fuͤrnemſte/ und maͤchtig-
ſte unter vilen kleinen Koͤnigen auff dieſer Jnſel.
Es hetten auch die Portugeſen daſelbſt eine
Statt/ Colombo genant/ den Zeilonern mit Ge-
walt abgenommen/ und eine ſtarcke Veſtung daꝛ-
an gebauet. Die Hollaͤnder hetten auch eine
Statt/ und Veſtung/ Punte de Galle genant:
item/ daß Caſtell Negumbo, daſelbſt. Hieruͤber
ſchreibet M. Adam. Olearius, in ſeinen notis:
Das Zeilon der Alten Taprobane ſeye/ beweiſet
Iohan Barrius, de antiqu. Calabr. dem Maffaus
lib. 3. hiſt. Indic.
auch beyfaͤlt/ und der neulichſte
gelehrte Scribent/ Samuel Bochartus/ in parte
altera Geographiæ ſacræ, cap.
46. mit zweinzig
ordentlich nacheinander geſezten fundamenten/
und Schlußreden/ bekraͤfftiget. Er Olearius laſt

Jhme
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <p><pb facs="#f0250" n="226"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#b">Die 43. Frag/ des 4. Hundert.</hi></fw><lb/>
Sulthan dahin &#x017F;etzet. Die Jnwohner &#x017F;eyn Ma-<lb/>
humedaner/ und der Portuge&#x017F;en Feind.</p>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <head><hi rendition="#fr">Die 43. Frag.</hi><lb/><hi rendition="#b">Was hat aber dein angezogner Scribent</hi><lb/>
von der großen Jn&#x017F;el Zeilon in O&#x017F;t-Jn-<lb/>
dien?</head><lb/>
          <p><hi rendition="#in">E</hi><hi rendition="#fr">R &#x017F;agt</hi><hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">lib. 2. cap.</hi></hi> 12. <hi rendition="#fr">daß &#x017F;olche rei-</hi><lb/>
che Jn&#x017F;el <hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">Zeilon</hi>,</hi> oder <hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">Seilon</hi>,</hi> bey 250.<lb/>
Meilen im Umkreiße haben/ und ein<lb/>
Theil vom Paradis gewe&#x017F;en/ und alda/ auff ei-<lb/>
nem gar hohen Berg/ der Adam er&#x017F;chaffen/<lb/>
und da&#x017F;elb&#x017F;t begraben worden &#x017F;eyn &#x017F;olle. Der<lb/>
Ko&#x0364;nig zu <hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">Candi</hi></hi> &#x017F;ey der fu&#x0364;rnem&#x017F;te/ und ma&#x0364;chtig-<lb/>
&#x017F;te unter vilen kleinen Ko&#x0364;nigen auff die&#x017F;er Jn&#x017F;el.<lb/>
Es hetten auch die Portuge&#x017F;en da&#x017F;elb&#x017F;t eine<lb/>
Statt/ <hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">Colombo</hi></hi> genant/ den Zeilonern mit Ge-<lb/>
walt abgenommen/ und eine &#x017F;tarcke Ve&#x017F;tung da&#xA75B;-<lb/>
an gebauet. Die Holla&#x0364;nder hetten auch eine<lb/>
Statt/ und Ve&#x017F;tung/ <hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">Punte de Galle</hi></hi> genant:<lb/>
item/ daß Ca&#x017F;tell <hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">Negumbo</hi>,</hi> da&#x017F;elb&#x017F;t. Hieru&#x0364;ber<lb/>
&#x017F;chreibet <hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">M. Adam. Olearius</hi>,</hi> in &#x017F;einen <hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">notis</hi></hi>:<lb/>
Das <hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">Zeilon</hi></hi> der Alten <hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">Taprobane</hi></hi> &#x017F;eye/ bewei&#x017F;et<lb/><hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">Iohan Barrius, de antiqu. Calabr.</hi></hi> dem <hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">Maffaus<lb/>
lib. 3. hi&#x017F;t. Indic.</hi></hi> auch beyfa&#x0364;lt/ und der neulich&#x017F;te<lb/>
gelehrte Scribent/ Samuel Bochartus/ <hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">in parte<lb/>
altera Geographiæ &#x017F;acræ, cap.</hi></hi> 46. mit zweinzig<lb/>
ordentlich nacheinander ge&#x017F;ezten <hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">fundamen</hi></hi>ten/<lb/>
und Schlußreden/ bekra&#x0364;fftiget. Er <hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">Olearius</hi></hi> la&#x017F;t<lb/>
<fw place="bottom" type="catch">Jhme</fw><lb/></p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[226/0250] Die 43. Frag/ des 4. Hundert. Sulthan dahin ſetzet. Die Jnwohner ſeyn Ma- humedaner/ und der Portugeſen Feind. Die 43. Frag. Was hat aber dein angezogner Scribent von der großen Jnſel Zeilon in Oſt-Jn- dien? ER ſagt lib. 2. cap. 12. daß ſolche rei- che Jnſel Zeilon, oder Seilon, bey 250. Meilen im Umkreiße haben/ und ein Theil vom Paradis geweſen/ und alda/ auff ei- nem gar hohen Berg/ der Adam erſchaffen/ und daſelbſt begraben worden ſeyn ſolle. Der Koͤnig zu Candi ſey der fuͤrnemſte/ und maͤchtig- ſte unter vilen kleinen Koͤnigen auff dieſer Jnſel. Es hetten auch die Portugeſen daſelbſt eine Statt/ Colombo genant/ den Zeilonern mit Ge- walt abgenommen/ und eine ſtarcke Veſtung daꝛ- an gebauet. Die Hollaͤnder hetten auch eine Statt/ und Veſtung/ Punte de Galle genant: item/ daß Caſtell Negumbo, daſelbſt. Hieruͤber ſchreibet M. Adam. Olearius, in ſeinen notis: Das Zeilon der Alten Taprobane ſeye/ beweiſet Iohan Barrius, de antiqu. Calabr. dem Maffaus lib. 3. hiſt. Indic. auch beyfaͤlt/ und der neulichſte gelehrte Scribent/ Samuel Bochartus/ in parte altera Geographiæ ſacræ, cap. 46. mit zweinzig ordentlich nacheinander geſezten fundamenten/ und Schlußreden/ bekraͤfftiget. Er Olearius laſt Jhme

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: https://www.deutschestextarchiv.de/zeiller_centuria04_1660
URL zu dieser Seite: https://www.deutschestextarchiv.de/zeiller_centuria04_1660/250
Zitationshilfe: Zeiller, Martin: Centvria IV. Variarvm Quæstionvm. Bd. 4. Ulm, 1660, S. 226. In: Deutsches Textarchiv <https://www.deutschestextarchiv.de/zeiller_centuria04_1660/250>, abgerufen am 20.04.2021.